Wandlung – Herbst in …

Winter. Klar, der Herbst geht in den Winter über. So kennen wir es, so ist auch der Kreislauf der 5 Elemente: Metall (Herbst) > Wasser (Winter) gefolgt vom Holz (Frühling) usw. Doch heute sah ich am Efeu etwas, das mich innehalten ließ … Er verfärbt sich schon seit Wochen, die Blätter fallen und nun treiben neue Blätter aus. Ich weiß, es ist für November sehr warm und damit lässt sich das wohl auch erklären, und vielleicht ist so etwas für einen Efeu normal, doch ich kann es auch als ein Bild nehmen, mich inspirieren lassen  …

In Gesprächen kommt es immer wieder zu Tage: Angst vor Veränderung. Sogar allein das Wort Transformation macht vielen ein ungutes Gefühl. Wenn der Sommer in den Herbst geht und dieser es gut mit uns meint, also schön warm, golden und bunt ist, dann ist es halb so schlimm – doch wenn es neblig wird, kalt, nass und windig, wenn sich der Winter ankündigt, ziehen wir uns merklich, aber auch unmerklich zurück. Es ist uns nicht geheuer, so als wüssten wir nicht, dass der Winter auch wunderschön sein kann, mit Sonnenschein und frischem Schnee! So als wüssten wir nicht, dass anschließend der Frühling folgt und sich alles weiterdreht. Irgendwo in uns ist da ein Zweifel. Mit den Jahreszeiten ebenso wie mit vielem Anderem.

Ein Bild wie der Efeu, an dem sich Herbst und Frühling gemeinsam zeigen, bringt das alles noch zusätzlich durcheinander. Dabei macht der Efeu nur das Beste aus der Situation und pfeift scheinbar auf Regeln wie wir sie uns erdacht haben. Wir meinen, wenn wir die Natur beobachten, können wir daraus Naturgesetze ableiten …

Wenn ich als Mensch das so machen möchte wie der Efeu, wie könnte das aussehen? Nehmen wir als Beispiel ein Projekt. Im Herbst, also im Element Metall, lässt es sich gut planen und gestalten, klar strukturieren und konzentriert daran arbeiten.

Denn das Metall folgt dem Element Erde, so dass wir alles gelernte, erfahrene nun umsetzen können. Die Energie des Metalls ist nach innen gerichtet, zentrierend. Doch es braucht dazu Vertrauen! Metall ist formbar und die Frage ist, wer dies tut. Hast du deinen Geist unter Kontrolle? Wie sieht es mit deiner Disziplin aus? Wer stark emotional reagiert, lässt zu, dass die Energie von Erde und Feuer Einfluss nehmen. Das erklärt Angst.

Zurück zum Efeu. Im Herbst fallen die Blätter, das Wachstum geht zurück, es ist die Vorbereitung auf den Winterschlaf, die Kälte und Ruhe. (Wie gut es doch auch einem Selbst tut, abends nicht mehr durch die Stadt zu rennen, sondern eingekuschelt zu Hause zu sein, Ruhe, vielleicht eine Meditation oder ein schönes Bad …) Sorry, ich springe im Text, zurück also zum Efeu. Diese Pflanze »spürt« nun ungewöhnliche Wärme und Feuchtigkeit. Was macht sie? Sie wächst wieder. Ungeachtet der Jahreszeit.

Wenn ich nun mitten in meinem Projekt stecke, und es gerade nicht nach Plan läuft (also dass es fertig wird, und dem Metall zugesagtem Erfolg entspricht) was mache ich dann? Was tun, wenn plötzlich neue Ideen auftauchen, Inspiration, eine innere Wärme und Vertrautheit? Wenn plötzlich Lebensenergie da ist, statt ruhige Winterschlafemotion? Nun, ich mache es wie der Efeu. Ich lasse das zu und schau was daraus wird. Doch ich weiß auch, dass viele davor zurückschrecken, mit viel Energieaufwand beim alten Schema bleiben und die Natur zurückdrängen (kann ja schließlich nicht jeder machen was er will^^)

Es gibt natürlich keine Garantie für ein Gelingen. Den Efeu kann es schon heute Nacht die neuen Triebe abfrieren, meine fluffigen Ideen erfrieren vielleicht gleich mit. Doch, wer weiß?


Nachtrag: … und aus Feng Shui Sicht ist es klug, etwas Wasser (also Winter) Energie einzubringen. Das kann ich in Form eines kleinen Wasserspiels oder Brunnens im Büro erreichen.

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