RaumWahrNehmung

Oft steckt im Wort, was wir beim schnellen Dahinsagen nicht erkennen, nicht wahrnehmen. Es ist die Wahrheit drin und das Nehmen. Was nehmen wir für wahr? Hier kommt auch gleich die Krux dazu: Denn vieles, von dem was ist, nehmen wir nicht bewusst wahr bzw. nennen wir nicht Wahrheit, da wir es ja weder sehen noch riechen noch anfassen noch schmecken noch hören können. Unsere 5 Sinne, das haben wir gelernt, sind es, auf die wir uns verlassen sollten und können.

Schon früh habe ich erfahren, dass dies so nicht stimmen kann, denn ich empfand mehrere Sinne und Sinneseindrücke, die in keine der fünf Kategorien fielen.

Sind sie also nicht wahr, obwohl ich sie wahrnehme? Was für ein Paradox!

Heute ist für mich Wahrheit kein fester Begriff mehr, ich glaube nicht mehr an DIE Wahrheit.

Die goldene Kuppel der Wiener Secession aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel*

Wer will sagen, was wahr ist an dem Raum, den wir gerade betreten? Die weißen Wände? Die Türen? Die Maße? Der Geruch der Wandfarbe? Ok. Alles für die 5 Sinne. Doch was ist mit dem Rest? Mit alldem was einen großen Einfluss auf den Raum hat und nicht mit Augen, Ohren etc. erfassbar ist? Wollen wir es ignorieren? So tun, als wäre es nicht da, weil eben nicht sichtbar und so weiter?

Gut, das geht. Ich habe es selbst Jahre so gemacht. Doch mit Wahrheit hat das dann erst rechts nichts mehr zu tun. Ich empfand das stets als eine Selbstlüge. Auch dann noch, als ich mir das Wegschauen und Nichtwahrnehmen förmlich abtrainierte. Zum Glück ging das nicht lange. Jegliche Wahrnehmung kam zurück, teils stärker denn je – anfangs mit sogar körperlichen Schmerzen.

Mittlerweile bin ich im Frieden damit. Erkenne an, was ich empfinde und wahrnehme. Für mich ist es wahr, weil es wahr sein muss, weil ich es nicht leugnen und ignorieren kann, sondern in Demut, Dankbarkeit und mit viel Respekt annehme. Aus dem Fluch wurde eine Gabe.

In diesem Prozess ging ich durch viele Stationen, innen wie außen.

Das kommt mir und dir zu Gute, denn so kann ich dir helfen, bei deiner eigenen RaumWahrNehmung. Denn es ist nicht nur so, dass ich auf eine Art den Raum kläre, sondern mir ist wichtig, zu verstehen, woher die Verdichtungen etc. kommen, so dass sie am besten nicht mehr auftauchen.

Wenn ich einen Raum kläre und Aufräumtipps gebe, auch gewisse Anregungen um den Raum harmonischer zu gestalten, dann ist das zwar sehr schön, doch nur symptomatisch. Nach kurzer Zeit fällt alles wieder zurück, der Raum wurde nur aufgehübscht aber nicht verändert. Wichtig ist, die Ursache zu finden und dort zu beginnen.

Der Dachboden der Wiener Secession*

Kürzlich las ich, dass das Wort „radikal“ vom Wort vom lateinischen radix ‚Wurzel‘, ‚Ursprung‘ abstammt. Radikale Veränderungen machen erstmal Angst, doch was nützt uns alles, wenn es nicht bis zur Wurzel reicht? Dann ist alles nur Dekoration. Es ist, wie ein Feng Shui Buch im Regal, wie ein Diätbuch, welches, nur weil es in der Küche steht, noch kein einziges Kilo getilgt hat.

Verstehst du, was ich meine?

Im Übrigen bin ich kein Geisterjäger. Ich schicke auch keine Seelen ins Licht. Nicht mehr. Mittlerweile habe ich einen anderen Zugang zu diesen „Phänomenen“. Was mir und auch meinem Umfeld, so denke ich, vieles erleichtert. Die Aufgabe, Seelen ins Licht zu helfen kann einen schier verrückt machen, denn es sind scheinbar so endlos viele – und auch etliche, die immer wieder zurückkommen. Ich habe meinen Frieden mit ihnen gemacht, lasse sie einfach sein, wo und wie sie sind. Das ist nicht unterlassene Hilfeleistung, sondern vielmehr Akzeptanz. Denn es liegt nicht an mir, zu entscheiden, was für eine Seele denn das Beste sei. Wer bin ich denn, zu sagen, diese Seele dort ist eine Verirrte? Nein, ich weiß das nicht und seit ich damit ganz natürlich umgehe, nehme ich zum einen nicht mehr so viele davon wahr und zum anderen ist es etwas friedliches geworden. Es ist wie ein inneres Nicken, ein Grüßen. Manches hat sich allein durch diese stille Wahrnehmung aufgelöst.

Wir wollen alle gesehen werden.


Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, dann melde dich bei mir. In einem kostenlosen Skype oder Signal Gespräch können wir Fragen klären und herausfinden, ob und wie ich dir und deinem Raum behilflich sein kann.

*Die Bilder sind letzten Sommer in der Wiener Secession entstanden. Normalerweise gibt es keinen Zutritt zu der goldenen Kuppel, doch wie das Leben so spielt … Demnächst erzähle ich mehr zu diesem sehr beeindruckendem Erlebnis. Wenn du diesen und andere Beiträge nicht verpassen möchtest, abonniere diese Seite, bzw. Blog. Infos dazu unten auf der Seite.